Neues Zertifikat

30. Januar 2012 um 19:02 Uhr von

Ich habe jetzt mir endlich mal ein offizielle signiertes Zertifikat für meine Webseite besorgt. Jetzt sollten beim Aufrufen keine Meldungen auftauchen. Falls doch bitte kurze Info an mich…

Bilder Familientreffen Neustrelitz

24. Oktober 2011 um 16:23 Uhr von

Die Bilder von dem Treffen findet ihr hier.

Pisa und Nacht in den Bergen

25. Juli 2011 um 19:45 Uhr von

Am frühen Nachmittag verabschiedeten wir uns demnach vom sonnig warmen, türkis blauem Mittelmeer, um den schiefen Turm von Pisa zu sehen. Mehr gibt es von Pisa eigentlich auch nicht zu erzählen. Den Turm musst du gesehen haben, ein Eis essen lohnt sich (Zitrone mit Schokolade – extrem lecker), ansonsten entdeckten wir in Pisa nichts weiter sehenswertes. Von Pisa traten wir den Rückweg über die Berge an. Ein Schlafplatz fanden wir im Nationalpark in der Nähe von Abetone.

Abetone muss ein neu erschlossenes Skigebiet sein,  da die Rastplätze neu angelegt aussahen. In unserem Autoatlas wurde der Ort kaum erwähnenswert gekennzeichnet, obwohl die meisten Hinweisschilder an den Straßen diesen auswiesen anstelle anderer, dicker gedruckter Orte.
Angekommen in den Bergen zogen wir uns erstmal wärmere Kleidung an, denn die 14 Grad dort waren ungefähr halb so warm wie die Temperaturen der vergangenen Tage, die wir gewohnt waren. Dann gab es eine Brotzeit mit frischem Brot,  Schinken, Camembert-Creme und einer kleinen Fischbüchse von unseren Vorräten. Danach war es bereits dunkel geworden. Viel konnten wir da nicht mehr sehen und gingen bald schlafen. Am Morgen wurden wir von einem heftigen Gewitter in den Bergen geweckt. Angst brauchten wir nicht zu haben, denn wir standen gut geschützt und es gab genug höhere Dinge in der Umgebung. Nur mit dem Aufstehen warteten wir, bis der Regen vorbei war, denn auf diese Morgendusche hatte dann doch keiner von uns Lust!

Zwei Tage Sonnen und Baden am Mittelmeer

um 19:40 Uhr von

Jetzt gönnen wir uns wieder mal einen Zeltplatz und einen vollen Tag Ruhe mit Sonnen und Baden im Meer. Außerdem brauchten wir und besonders unsere Haare dringend eine Dusche. Die Sonne spielte auch mit und so wurden aus einer Nacht, zwei Nächte am Mittelmeer. Ich hätte hier noch ein paar weitere Tage bleiben können, aber unsere Stellfläche war ab dem 3. Tag schon andererseits reserviert und ein bisschen wollten wir ja noch unsere Reisekasse schonen. Etwas Urlaubsbräune konnte ich von diesen 2 Strandtagen dennoch mitnehmen.

Am dritten Tag machten wir uns erst am Nachmittag nach Pisa auf. So hatten wir den Vormittag noch am Strand und sparten uns die Mittagshitze in Pisa.

Heiße Schwefelquellen in Saturnia und Bergradtour

um 19:35 Uhr von

Heute stand Wellness auf unserem Reiseplan. Bei Saturnia sollte es heiße Quellen geben, die natürlich entstanden und kostenfrei zu nutzen sind. Ich wollte es nicht glauben. In Pitigliano zeigte mir Martin eine Postkarte, auf der diese Quellen abgebildet wurden. Mich erinnerten sie sofort an Pamukale in der Türkei. Warum habe ich davon noch nie was gehört, während die von Pamukale so bekannt wurden und überlaufen waren, dass diese jetzt nicht mehr betreten werden dürfen?
Für mich war es unglaublich. Diese Schwefelquellen existierten genauso wie abgebildet – ein wahrer Juwel der Natur. Noch sind sie an dieser einen Stelle kostenfrei zu nutzen. Es gibt aber auch ein privates Bad, das gegen Eintritt benutzt werden kann. Mal schauen, ob sich das so hält. Dem Nutzer der kostenfreien Stelle sei nur anzuraten, diesen Schatz zu schützen und pfleglich mit umzugehen. Gegen die andere Seite – dem Kommerz ist meist schwerer anzukommen.

Nach der Entspannung am Vormittag umrundeten wir am Nachmittag die Halbinsel vor Orbetello mit Rädern. Anfangs war der Weg nicht so schön. Es ging immer nur entlang einer Hauptverkehrsstrasse hoch hinauf. Hier hies es Geduld haben, denn später auf Passhöhe und bei der Abfahrt stellte sich heraus, dass wir die Runde genau richtig herum gemacht haben. Wir fuhren auf der landschaftlich, schöneren Seite hinab. Viele Autos kamen auf diese Seite nicht mehr, da die Straße immer mehr zur Mountainbikepiste wurde. Mit unseren Trekkingrädern war der Weg aber auch noch gut zu meistern. Bei der Abfahrt fanden wir nebenbei gleich einen Stellplatz für die Nacht. Auf halber Höhe befand sich ein Parkplatz, der zu einem höher gelegenen Hotel gehörte. Nachdem die letzten Hotelgäste von dort mit dem Hotelbus abgeholt waren, hatten wir unsere Ruhe. Im vorderen Teil war der Platz beleuchtet und im hinteren konnten wir relativ unbemerkt stehen.

Im allgemeinen möchte ich an dieser Stelle mal erwähnen, dass wir immer Glück hatten, mit etwas suchen, einen Stellplatz gefunden zu haben. Allerdings hattest du oft ein mulmiges Gefühl dabei und so leicht wie sich das vielleicht anhören mag, ist es keineswegs. Demnach ist wildes Campen in Italien zwar durchaus machbar, allerdings nicht selbstverständlich wie vielleicht in den USA. Es wird einem nicht leicht gemacht, einen passenden Platz zu finden!

Civita di Bagnoregio und Pitigliano

23. Juli 2011 um 16:40 Uhr von

Vom Lago di Bolsena fuhren wir zu einer Bergstadt, welche komplett auf und in einen Felsen gebaut wurde. Der einzige Zugang ist ein schmaler und steil ansteigender Weg über ein Tal. Von weiten sah dieser brückenähnliche Weg wie eine an den Berg herangesetzte Rampe aus. Wenn du über diesen hinauf in die Stadt gestiegen bist, konntest du die unsichtbare Kraft des Windes in reinster Form spüren. Du fühlst dich so frei, dass es dir unheimlich vorkommt und schwebst regelrecht hinüber. Ob es dort bei noch heftigerem Wind mal welche von der Straße hinab ins Tal geweht hat? Könnte ich mir gut vorstellen.

Passend dazu sahen wir uns am Nachmittag Pitigliano an. Dies ist eine Tuffsteinstadt und liegt ebenfalls sehr malerisch auf einem Berg. Mit den engen Gassen und sehr engen Wohnungen, die seit damals kaum verändert, aber doch gepflegt wurden, fühlst du dich in eine andere Zeit versetzt. Die Gemäuer sind alt, aber mit Blumentöpfen in den Gassen und den Handwerksläden sehr malerisch. Ein Künstler bot sogar Fotografien mit einer alten Kamera an, wo du für die Aufnahme extra auf alt umgekleidet wurdest. Die passenden Requisiten hatte er natürlich dabei. Fand ich eine super Idee! Wir kamen gerade günstig, um dabei zuzusehen, wie sich eine Familie fotografieren lies. Dieses Souvenier ist wirklich mal was besonderes – ein Foto verbunden mit einer Zeitreise.

Zur Übernachtung fanden wir einen Stellplatz bei Sovana. Dieser Stellplatz schien von den Anwohnern zwar nicht mehr sonderlich gewünscht zu sein, denn die eine Zufahrt ist versperrt worden. Zuvor müssen sich da doch einige ziemlich daneben benommen haben, ausgehend von dem Müll, der hier rumlag. Da sonst allerdings keiner hier war und wir uns gewiss anders verhalten werden, sollten wir keinen stören und umgekehrt uns auch nicht.  So war es dann auch!

Siena und Lago di Bolsena

um 16:33 Uhr von

Von Florenz ging unsere Reise weiter nach Siena. Über diese Stadt hatte ich zuvor noch nichts gehört, was eigentlich sehr trauig ist, weil diese Stadt mehr als nur sehenswert ist. An jeder Ecke gibt es hier was zu bestaunen. Vielleicht ist dies aber auch genau das Glück dieser Stadt? Dadurch das sie nicht so bekannt ist wie Florenz, verlaufen sich hierher weniger Touristen und sie kann ihre Natürlichkeit so mehr bewahren.

Am Abend campten wir wieder wild. Dazu fanden wir eine Bucht ganz für uns allein direkt am Ufer des Lago di Bolsena. Erst wollte ich hier nicht frei übernachten, weil es in der Nähe einen Campingplatz gab und der Besitzer dies sicherlich nicht so gerne sah. Als wir dann aber entlang der Zufahrtstraße sahen, wie viele dort wild ein Zelt aufgestellt haben, war diese Sorge schnell verflogen. Ok, es waren meist Angler, bei denen es daher geduldet wurde, aber man sah uns ja nicht auf Anhieb an, dass wir keine Angel dabei hatten und es sollte ja nur für eine Nacht sein. Obwohl es sich an dem Platz auf jeden Fall auch noch längere Zeit aushalten lies. Das Wasser des Sees hat eine unglaubliche Sichttiefe, so klar ist es. Ich stand bis zu den Schultern im Wasser und konnte meine Füße sehen. Komisch war nur der dunkle Untergrund. Sah aus, als ob der See vulkanischem Ursprungs ist, aber ein Kratersee mitten im Landesinneren? Muss ich mal recherchieren!!

Glocken über Florenz

22. Juli 2011 um 16:33 Uhr von

Heute ist Sonntag und ich stehe um 6:30 Uhr auf. Da stimmt doch was nicht!? Richtig – nach einer grauenvollen Nacht, in der ich kaum ein Auge zu bekam, geniesse ich jetzt die Morgenstille bei Sonnenschein über Florenz. Nur Glockengeläut unterbricht von Zeit zu Zeit kurz diese Stille – gibt dem ganzen aber das gewisse Etwas. Eine wirklich einzigartige Stimmung mit dem Charme einer alten Stadt!
Mein steifer Hals tut zwar immer noch weh, kann dabei aber gut entspannen und so wird es sicher bald besser. Irgendwie muss ich Zug bekommen oder ungünstig gelegen haben. Genau weiss ich es nicht – bestimmt eine Kombination aus beidem. Jedenfalls ist seit gestern Abend mein linker Nacken so verspannt, dass ich mein Kopf nur unter Schmerzen bewegen kann. Obwohl sich das Autodachzelt ansonsten sehr gut schläft!

Angekommen in der Toskana

um 14:53 Uhr von

Am Freitag abend haben wir wild in der Nähe von Bologna zwischen zwei Wohngebieten auf einem Feld übernachtet. Am nächsten Morgen fuhren wir ohne zu frühstücken weiter zu einem angrenzenden Nationalpark. Dort gab es eine Picknickecke mit Tischen und Bänken, bei der wir dann frühstückten. Danach brachen wir in Richtung Toskana auf. Am frühen Nachmittag erreichten wir Florenz und konnten somit noch am Samstagabend mit den Rädern runter in die Stadt.
Wieder zurück setzten wir uns auf die Terrasse vom Campingplatzrestaurant und blickten bei einem Becher Hauswein (sehr lecker und für 1,50 € auch mit unserer geschmälerten Urlaubskasse vereinbar). Bevor wir uns auf den Weg machten, wurden wir von einem Paar aus Stuttgart angesprochen, die unser beschädigtes Auto sahen, ob uns etwas ähnliches passiert wäre wie ihnen. Sie wurden in der Nähe von Pisa bestohlen. Sie waren ebenfalls nur kurz am Strand. Als sie wieder kamen, waren ihre Koffer weg. Sie fuhren mit einem VW Transporter umher, der von hinten geöffnet werden konnte. Bei unserem Kofferraum ging das glücklicherweise nicht so einfach. Außerdem vermuten wir, dass sie bei uns in ihrem Tun gestört worden sind, dadurch abbrachen und wir deshalb nicht alle Wertsachen verloren haben.

Die Reise geht weiter mit Modena und Bologna

um 14:51 Uhr von

In weiser Voraussicht in den nächsten Tagen erstmal kein Geld zur Verfügung zu haben, stärkten wir uns heute morgen noch einmal richtig mit Pfannkuchen. Bisher hatten wir von unseren mitgebrachten Vorräten kaum etwas angerührt. Dies sollte sich jetzt ändern. Auch die kostenfreien Duschen beim Stellplatz in Lugana wurden nochmals ausgiebig genutzt. So begann der Morgen recht entspannt. Ich bereitete uns Pfannkuchen zu – Milch hatten wir zuvor bereits ausreichend gekauft – und Martin telefonierte sofort mit seinem Bruder in München, der keine Mühe scheute, uns zu helfen. Danach genossen wir unsere, übige Mahlzeit mit Blick auf das blauschimmernde Wasser des südlichen Gardasees.

Als schwierig erwies sich dann nur, eine Filiale von Western Union zu finden, die erstens noch nicht aufgelöst wurde und zweitens nicht gerade Siesta hat und geöffnet ist. In Modena waren wir wenig erfolgreich. Dort fanden wir jedoch eine Werkstatt, die sich sehr viel Mühe mit uns gab, um den Kontakt mit einem Opelhändler in Bologna für uns herzustellen, der die passenden Teile parat hatte, um die Tür zu reparieren. Mir war das ja nicht so wichtig wie Martin. Ich sagte mir, wenn wir so kaputt weiter unterwegs sind, denkt wenigsten keiner mehr, das es hier noch was zu holen gibt. Wenn das Schloss jetzt repariert wird, ist das nur eine neue Einladung und wir zahlen doppelt. Der Autotechniker in Bologna sah dies scheinbar genauso, zumal wir 30min vor Feierabend dort ankamen. Das Auto blieb also wie gehabt. Lediglich ein Klebebandstreifen vom Autohaus schützt jetzt die Bruchstellen vor Wassereintritt. Bei unserem Geldproblem hatten wir dann in der Studentenstadt Bologna mehr Erfolg. Wir fanden eine geöffnete Filiale und bekamen das Geld der Bargeldanweisung von Martins Bruder ausgezahlt. Ich hätte nie gedacht, dass mir Western Union mal so hilfreich sein wird! Beruhigt dieser Sorge entlastet zu sein, machten wir uns auf zu einem Spaziergang durch das Nachtleben von Bologna. Hat uns sehr gut gefallen. Ist eine sehr junge, musikalische statt, wo das Leben draussen auf der Strasse stattfindet. An vielen Ecken wurde live gesungen oder gespielt und viele, überwiegend junge Menschen waren unterwegs. Ich liess mir einen richtig saftigen und weichen,  super süssen Pfirsich schmecken.